Die Austernfischerin

Die Austernfischerin ist der Debütroman von Celine Edinger. Ein Buch das ein bisschen auf mich nachwirken musste. Celine Edinger schreibt als wären die Leserinnen dabei. Ihre Sätze nehmen auf jeden Fall mit. Machen das Gelesene nicht langweilig, lassen Emotionen spüren. 

Die Austernfischerin

Lydia und ihr Freund Hendrick machen Urlaub in Dänemark, in dem Haus seiner Mutter Elna. Elna scheint nicht ganz einfach zu sein. Sie wirkt wortkarg, spröde, irgendwie zurückgezogen. Ein bisschen wie die Austern, die sie von den Austernbänken im Meer sammeln geht. Wenn man ihr zu nahe kommt, wenn das „Licht angeht“ dann verschließt sich die ältere Frau. Vor allem mit ihrem Sohn Hendrick hat sie ein Problem, dass niemals zur Sprache kommt. Dafür scheinen Lydia und Hendrik anfangs gar keine Probleme zu haben. Erst als die beiden Liebenden länger in Dänemark weilen entspinnt sich ein zartes Gefühl bei Lydia und Elna, dass nicht ganz zu fassen ist und doch immer mehr im Raum steht und die Beziehung zwischen Hendrick und Lydia bröckelt.

Wie eine Auster

Schwierig zu sagen, was mich an dem Buch so fasziniert hat. Waren es die Sätze, die Zartheit die daraus gewachsen ist. Das zwischen den Zeilen stehende? Immer habe ich auf die große Katastrophe zwischen den Liebenden gewartet, aber stattdessen kühlte die Beziehung immer mehr ab. Auch fand ich die Situation zwischen Lydia und der Austernfischerin immer wieder sehr geladen und voller Empathie. Die Figuren an sich sind mir alle sehr ans Herz gewachsen. Jede für sich war wunderbar und fein beschrieben.
Allerdings hatte ich zwischenzeitlich fast das Gefühl, dass es mir zu Hautnah zuging. Aber nur fast, denn wenn es zu eng wurde, blendete die Autorin die Geschichte aus und hinterließ den Lesenden einfach seiner Fantasie. Das gefiel mir dann wieder.

Es ist nur ein kleines Buch. Nur 240 Seiten, die aber die Autorin mit sehr vielen Gefühlen vollgepackt hat. Ich bin gespannt, wie sich ihr Autorenleben noch entwickeln wird, mit diesem Buch hat sie jedenfalls schon viele Punkte gesammelt. Von Rubi und mir gibt es verdiente 🐭🐭🐭🐭🐭. Ach ja, das Cover hat mich voll erwischt, ich liebe dieses Bild einer Auster sehr. Und die Metapher in dem Buch zu den Austern fand ich sehr gelungen.

 

Die Austernfischerin

Ein Roman von Celine Edinger
aus dem Kein&Aber Verlag
240 Seiten
ISBN: 978-3-0369-5182-9

All die Farben, all das Licht

All die Farben, all das Licht ist der Debütroman von Cora Wucherer, in dem es um eine junge Frau Juna geht, die ihr Augenlicht verlieren wird und deren Schwester Martha, die schon seit ihrer Geburt in dem Schatten ihrer großen Schwester stand. Ein sehr gutes Buch, das unterhält und Mut macht, dass die Seele erreicht und dabei nicht schmalzig wirkt.

All die Farben, all das Licht

Juna hat eine seltene Erkrankung, verliert langsam ihr Augenlicht. Das Usher-Syndrom. Die Siebzehnjährige kann mit dieser Diagnose aber nicht umgehen. Sie will doch Malerin werden. Sie ist so begabt und hat ein großes Talent. Juna will Kunst studieren. Und dann macht ihr diese Krankheit einen solchen Strich durch die Rechnung. Sie kommt auch so schon mit ihrer Umwelt nicht so klar. Sie ist sehr penibel, möchte möglichst alles sehr sauber haben, mit Nähe hat sie es auch nicht so sehr. Aber leider muss sie sich mit ihrer dreizehnjährigen Schwester Martha ein Zimmer teilen. In einer kleinen Wohnung, zusammen mit dem Vater, der als Krankpfleger und Alleinerziehender nicht allzu viel Zeit für seine hübschen Mädchen hat.

Juna ist wütend. Auf die Welt, die Krankheit, einfach auf alles. Sie motzt mit ihrer kleinen wilden Schwester herum. Dabei ist Martha ein richtig wissbegieriges Mädchen. Martha will endlich erwachsen sein, Geld verdienen und ans Meer oder die Welt erkunden. Sie hat keine Berührungsängste wie ihre große Schwester. Sie schnappt sich den Ausweis von Juna und nimmt einen Job im Kino an. Dort trifft sie auf ein Mädchen, das ihr die Luft zum Atmen nimmt. Ist das Liebe?

Juna sieht immer weniger. Dabei würde sie noch einmal ein bestimmtes Bild von Lotte Laserstein in Malmö sehen. Aber ihren Vater kann sie nicht fragen, der hat ohnehin schon zu viel zu tun und kein Geld. Da kommt Martha und erklärt ihrer Schwester, dass sie zusammen nach Malmö fahren werden. Ein großes Abenteuer und endlich kommen die Schwestern zusammen, halten sich gegenseitig und stärken sich den Rücken.

Zusammen sind wir stark

Ich mochte das Buch von Cora Wucherer sehr. Sie schreibt sehr schnell, so wie die Jugend eben denkt, Sie schreibt sehr wütend, wie bei Juna ihre Gefühle heraussprudeln würden. Die Autorin trifft mit jedem Satz und ich fand keinen davon zu viel. Abwechselnd begleitet der Leser Juna und Martha, liest ihre Emotionen, versteht ihr Handeln und leidet oder tanzt mit der jeweiligen Figur. Ich mochte es sehr in die beiden Köpfe zu lesen und mochte beide Mädchen. Die eine, die immer wie ein Schatten neben ihrer Schwester herlief und die andere wütende und begabte, die mit einem Schicksal kämpfen muss, dass sie nicht besiegen kann. Cora Wucherer hat die beiden Figuren sehr lebendig gemacht. Ich habe mit ihnen gelitten und getobt, geliebt und gehasst. Und ich habe die Bilder im Kopf genossen.

Wie kann meine ganze Welt zusammenbrechen und niemand sieht es? 

Seite 57

Von uns bekommt dieses Buch 🐭🐭🐭🐭 Ein spannendes und nachdenkliches Buch.

 

All die Farben, all das Licht

von Cora Wucherer
aus dem Klett-Cotta Verlag
320 Seiten
ISBN: 978-3-608-96704-3

Die Straße

Die Straße ist das neue Buch von Robert Seethaler. In seinem Roman porträtiert er eine Straße irgendwo in einer Großstadt (Berlin? Wien?). Nicht mittendrin aber auch nicht außen dran. Irgendwo versteckt und doch tauchen auch mal Fremde in dieser Straße auf. Einzelne Fragmente, Geschichten und Leben die sich der Leser erst langsam erarbeiten muss. Von Menschen die in dieser Straße leben, arbeiten, flanieren, lieben, sterben oder was man sonst so in einer solchen Straße so macht. Und kaum hat man den Verdacht, man hat den Fadenanfang gefunden, löst er sich auch schon wieder auf.

Die Straße

Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte und einige Rezensionen, hatte ich das Bedürfnis dieses Buch zu lesen. Aber was mich erwartete, hat mich einfach nicht abgeholt. Ich fand es anstrengend den einzelnen Figuren, die man nicht einmal richtig kennenlernt, zu folgen. Deren Ambitionen, aus dem Moment gerissenen Situationen zu verstehen. Eben liest man noch von dem Mann, der sich ein Bücherantiquariat einrichtet dann wieder von einer unglücklichen Blumenfrau. Es sollen wohl 300 verschiedene Charaktere in diesem Sammelsurium vorkommen. Irgendwo habe ich gelesen: ein Wimmelbild für Erwachsene. Mag sein, dass mich ein Bild mehr abgeholt hätte als dieses Buch.

Es kommt nicht oft vor, dass ich ein Buch abbreche, aber hier schwirrte mir einfach mal der Kopf. Ich habe mich nicht mehr zurechtgefunden. Dabei hat Seethaler eine recht amüsante Art zu schreiben. Ich mag seinen Schreibstil aber in diesem Buch hatte ich das Gefühl ihm fiel eine Figur ein, dann wurde ein Text dazu geschrieben, manchmal eine kurze Rückkehr und schwupps war wieder ein neuer Charakter geboren, eine neue Idee aufzuschreiben. Ein Puzzle das ich nicht zusammensetzen konnte.
Von uns bekommt dieses Buch nur 🐭🐭 für die Idee und für die perfekten Sätze.

 

Die Straße

Ein Roman von Robert Seethaler
Claassen Verlag (Ullstein Herausgeber)
240 Seiten
ISBN 9783546100335

Verlorene Schäfchen, das Hörbuch

In der Selbsthilfegruppe „Verlorene Schäfchen“ findet Vater Bud Flynn endlich eine Unterstützung, mit der er so gar nicht gerechnet hatte. Bud wurde von seinem Chef dazu verdonnert sich in der Selbsthilfegruppe vorzustellen und ein paar Stunden über sein Leben zu reden. Vielleicht sogar ein wenig entspannter zu werden. Und das braucht Bud auch, denn in seiner Familie geht es wirklich drunter und drüber. Bud ist schon ewig mit seiner Frau Catherine zusammen. Catherine aber steckt in einer eigenen Krise, sie will endlich etwas aus sich machen und Bud fühlt sich für sie wie ein Klotz am Bein an. Sie möchte ihre Ehe öffnen, Abenteuer und andere Männer …

Verlorene Schäfchen

Ob das ihre Mädchen so toll finden? Drei Töchter wohnen in dem Hause Flynn. Eine seltsamer als die andere. Die Älteste, Abigail ist wohl die hübscheste und hat sich einen Freund namens Kriegsverbrecher-Wes angelacht. Dieser trägt die noch nicht Volljährige auf den Händen, ist dabei aber sehr verschwiegen und zurückhaltend. Die mittlere Tochter Louise ist die unscheinbarste der Drei. Sie steht immer im Schatten und keiner mag sie sehen. So denkt sie es sich zumindest. Louise hat eine Fernbeziehung via Internet mit einem jungen Mann, der sie dazu bringt Bomben zu bauen. Nicht gerade das, was man in einer amerikanischen Kleinstadt als ein tolles Hobby bezeichnen mag. Und dann gibt es da noch Harper. Sie ist die Intelligenteste. Sie lernt innerhalb kürzester Zeit Sprachen, nur weil ihr langweilig ist und sie zeigt ihrem Vater, dass bei seinem Arbeitgeber etwas nicht stimmt, was dieser erst nicht verstehen möchte, sich dann aber zu einem Krimi entwickelt.

Das Hörbuch

Ich habe das Buch von Madeline Cash als Hörbuch gehört und musste sehr oft wirklich lachen. Die Situationen waren wirklich ein ums andere Mal sehr komisch. Die Figuren haben alle einen wunderbaren Charakter. Dazu kommt noch die Sprecherin Britta Steffenhagen, die eine recht markante Stimme hat, dem ganzen noch eine eigene Portion Humor hinzufügt und wirklich gut vorliest. Ich habe die ganze Zeit gegrübelt, woher ich ihre Stimme kenne und fand dann heraus, dass sie auch schon für meinen Lieblingsradiosender moderiert hatte. Ich hatte so viel Spaß daran das Buch zu hören. Diese Familie ist aber auch zu skurril, verrückt und doch liebenswert. Ob es eine solche Familie wirklich gibt? Kaum zu glauben. Auch der Millionär, bei dem am Ende alle Fäden zusammenlaufen ist ein schräger Vogel. Dem will man im Leben nicht begegnen.

Alles in allem ein absolutes Hörhighlight. Es hat riesigen Spaß gemacht und das Hören wurde niemals langweilig. Vielleicht in der einen oder anderen Situation etwas überzogen, aber immer komisch-spannend.

 

Verlorene Schäfchen (Hörbuch)

ein Roman von Madeline Cash
10 H 4 MIN
Ungekürzte Lesung von Britta Steffenhagen
ISBN 978-3-7424-4036-5
übersetzt von Sophie Zeitz
Jana Ronte führte Regie
aus dem Der Audio Verlag GmbH

Feine Risse

In dem Buch Feine Risse erzählt die Strafverteidigerin Eva Herbergen von ihren vergangenen Fällen. Nebenschauplatz ist die Beziehung zu ihrem Lebensgefährten Peter. Beide sind nicht mehr ganz jung und denken schon über ihren Ruhestand nach. Doch irgendein Geheimnis scheint beide zu belasten.

Feine Risse

Mit ihrem Roman Feine Risse, hat mich Elisa Hoven überzeugt, dass ich ihre anderen Bücher auch noch lesen sollte. Mir gefällt ihr neustes Buch sehr. Die Geschichten der vergangenen Fälle beginnen immer wieder mit dem Opfer. Wie es sich gefühlt hat, wie es zu dem Ort gelangt ist, an dem es zu der Katastrophe kam. Damit hat man schon einen Bezug zu dem Opfer und dann übernimmt die Strafverteidigerin den Fall. Nebenbei lösen sich bei der Verteidigerin auch noch ihre eigenen „verlegten“ Probleme. Spannend fand ich allerdings den Zweifel. War die Entscheidung nun richtig? Hätte man da nicht noch ein bisschen mehr forschen müssen und dann am Ende eine Lösung, die nicht wirklich glücklich war. Wie nah sind sich Ethik, Moral und Recht wirklich? Und wie vereinbart man das als Verteidiger mit seinem eigenen Gewissen?
Ein spannender Roman. Jeder einzelne Fall wirkt wie eine Kurzgeschichte ist aber durch die häuslichen Probleme des Ehepaares Herbergen miteinander verbunden.

Gespräch mit einem Anwalt

Erst vor kurzem habe ich mich mit einem befreundeten Anwalt unterhalten, den ich gefragt habe, wie man das mit seinem Gewissen vereinbaren kann, wenn man Jemanden heraus boxt, der vielleicht doch Schuldig sein könnte. Als Anwalt hat man ja nur die Fakten, die gefunden werden. In den Kopf des „Täter“ kann man nicht hineinsehen, die Gedanken lesen. Die Antwort unseres Freundes blieb für mich nebulös. Es ist Schwierig zu sagen, hat er mir gesagt. Manchmal ist es eine monetäre Entscheidung, manchmal glaubt man an die Unschuld, manchmal wird man eingelullt. Aber am Ende entscheidet ja nicht der Anwalt auf unschuldig oder schuldig, sondern die Richter und Schöffen.Wie auch immer muss ich diesen Menschen die den Beruf des Anwaltes mit einem Gewissen ausüben, wirklich meinen Respekt zollen. Welche Abgründe sich da manchmal auftun …

Aber zurück zu dem Buch. Ich habe es sehr gerne gelesen. Es zieht sich nicht, ist nicht mit unnötigem Geschreibsel belastet und man mag einfach nur noch wissen, was sich dahinter verbirgt. Auch die behandelten Fälle ähneln sich nicht, es kommt immer wieder ein neuer Aspekt, eine neue Geschichte. Was ich auch mochte war, dass die Anwältin Eva Herbergen sich selber infrage stellt, ob sie die richtigen Entscheidungen getroffen hat. Sie ist eine gute „Schnüfflerin“ und doch weiß sie, dass ihr Fehler unterlaufen. Elisa Hoven schreibt Romane aus dem Leben, denn sie ist Professorin für Strafrecht an der Universität Leipzig und Richterin am Sächsischen Verfassungsgerichtshof. Ob sie sich da ihre Inspirationen holt?

Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und wie schon oben erwähnt werde ich mich nach dem ersten Buch Dunkle Momente umsehen. Von uns bekommt der Roman 🐭🐭🐭🐭

 

Feine Risse

geschrieben von Elisa Hoven
aus dem S. FISCHERVerlag
ISBN: 978-3-10-397751-6
288 Seiten 

Fräulein Gold, Nacht über der Havel

Fräulein Gold ist eine meiner literarischen Lieblings-Figuren. Ich mag Hulda Gold, ihre flapsige Berliner Gören-Art und dass sie es nicht lassen kann, sich immer wieder bei allem einzumischen was sie eigentlich nichts anzugehen hat. Vor allem, wenn es wieder einen Kriminellen Fall zu lösen gibt. Fräulein Gold, Nacht über der Havel ist nun schon das siebte Buch über die Hebamme von Berlin, welches von Anne Stern geschrieben wurde. Ich habe fast alle Bücher über die Hebamme von Berlin gehört und bin wirklich begeistert wie aus der jungen Frau eine starke Persönlichkeit geworden ist. Aber auch die andren Charaktere sind mit jedem Buch gewachsen.

Fräulein Gold, Nacht über der Havel

Anne Stern hat eine unglaubliche Art ihren Figuren Leben einzuhauchen. Wie gesagt, das ist inzwischen schon das siebte Buch, welches ich über die Hebamme höre. Die Geschichten spielen von Anfang der 1920 Jahre bis zum letzten Buch 1930. Hulda hat ein kleines Mädchen geboren und arbeitet auch zu ihrem Leidwesen nicht mehr als Hebamme. Wie sollte sie sich sonst auch um ihre Kleine Meta kümmern? Es gibt zwar einen Kindergarten, in den die Kleine auch sehr gern geht und Hulda ihren derzeitigen Lebensgefährten kennengelernt hat.  Aber wenn eine Frau des Nachts ihr Kind bekommen sollte, dann muss Hulda die Nachbarin fragen, ob sie auf ihre Tochter aufpassen kann. Und das ist eben nicht immer so einfach.

Die Braunhemden machen sich immer mehr in der Stadt breit und es wird nicht einfacher, die Wirtschaftskrise hält so manchen Haushalt in Atem und die Kinder zieht es in die Jugendgruppen, die sich allerorts bilden. In einer solchen Gruppe kommt es zu einem Todesfall und wie sollte es anders sein, Hulda kennt das Mädchen, dessen Freund zu Tode kommt. Die Hebamme muss sich natürlich in den Fall hineinknien.

Ohrenschmaus

Das Hörbuch wird von Anna Thalbach gelesen und ist einfach ein Ohrenschmaus. Anna Thalbach liest das Buch so mitreißend, dass ich manches Mal ganz vergesse, dass wir schon 2026 haben. Sie gibt der Stadt den alten Anstrich und wenn ich dann durch die Straßen gehe, habe ich das Gefühl ich könnte Hulda treffen. Anna Thalbach verstellt manchmal ein bisschen ihre Stimme und spricht im alten Berlinisch. Sie betont an den richtigen Stellen. Ich könnte ihr Stundenlang zuhören. Sie ist die beste Besetzung als Sprecherin für diese guten und spannenden Bücher.
Auch Anne Stern weiß worüber sie schreibt, sie kennt unsere Stadt Berlin sehr gut. Die Hebamme arbeite und wohnt in Schöneberg am Winterfeldplatz. Ich kenne mich dort sehr gut aus und bin immer wieder erstaunt, dass Anne Stern die Gegend so gut kennt und ich habe die Akteure in den Cafés und Plätzen direkt vor den Augen.

Wer Spaß an Geschichten und Krimis aus dem alten Berlin hat, wer es mag, wenn eine gute Sprecherin eben diese Geschichten vorliest und den Hörer in die Vergangenheit zieht, der ist bei den Hörbüchern von Anne Stern und Anna Thalbach sehr gut aufgehoben.
Rubi und ich geben diesem Hörbuch 🐭🐭🐭🐭 Muss man gehört haben.

 

Die Hebamme von Berlin, Nacht über der Havel

geschrieben von Anne Stern
gelesen von Anna Thalbach
Argon Verlag
7 Stunden 50 Minuten
ISBN: 978-3-8398-2141-1