Quirli, der Wetterfrosch {Rezension} ein Kinderbuch

Ein Kinderbuch von Claudia Lasaroff

 

Ich habe schon lange keine Kinderbücher mehr in der Hand gehalten. Doch schon immer, habe ich gerne vorgelesen und freue mich, wenn ich ein besonderes Exemplar in die Hand bekomme. Die Autorin fragte mich, ob ich ihre Bücher rezensieren möchte. Leider sind ihre Bücher nicht bei meinem Buchdealer zu bestellen. Bei einem Internetversand fand ich dann das erste Buch „Quirli, der Wetterfrosch“, in ihrem eigenen Web-shop ist auch der zweite Band zu bestellen.

Claudia Lasaroff, hat die Bücher selber liebevoll illustriert und auch in ihrem eigenen Verlag veröffentlicht. Sie wollte schon immer Schriftstellerin werden. Ich denke, mit ihrem „Quirli“ hat sie einen ordentlichen Schritt dahin gemacht.

Quirli

Ist ein kleiner Frosch, der in einer Wetterstation groß wird. Dort wird ihm alles beigebracht, was ein Wetterfrosch wissen muss. Wann muss er die Leiter hoch und wann muss er unten sitzen bleiben. Einmal die Woche werden die Frösche in Badehose! gebadet, viele seiner Mitinsassen in einer kleinen Badewanne. Aber, Quirli ist nicht zufrieden mit seinem Leben. Das kann doch nicht alles sein und als ihm sein Großvater von seinem Vorfahren und einem Leben in einem Teich erzählt, beschließt der kleine Frosch zu fliehen. Auf seiner Reise zu dem Familienteich überwindet er große Gefahren und wird in seinem Wesen immer etwas stärker. Er trifft neue Freunde, die ihm den Weg weisen, von denen er sich nur schweren Herzens trennen möchte. Am Ende wird natürlich alles gut.

Auch in dem zweiten Band „Quirli, der Leuchtfrosch“, tappt der noch Freiheitunerfahrene, in alle möglichen Schikanen und lernt neue Freunde kennen. Die Umwelt steckt voller Gefahren und der kleine Frosch, lernt immer noch dazu.

Meine Meinung

Ein hübsches Buch, das sehr nett gestaltet ist. Quirli ist ein mutiger Frosch, der sicherlich auch Anderen mit seinem Abenteuer Mut macht.

Allerdings finde ich es etwas zweifelhaft, dass er wegläuft. Welche Sorgen sich die Familie machen wird, darüber denkt der Frosch kaum nach. Das versteht ein kleines Kind nicht. Beim Lesen habe ich mir immer wieder Gedanken gemacht, für welches Alter dieses Buch geeignet sei. Auf der Webseite der Autorin, habe ich dann eine Altersangabe gefunden (6-12 bzw -95) Ja, ich finde fast, dass das eigentlich ein Erwachsenenbuch ist. Meinem Sechsjährigen hätte ich einiges erklären müssen. Der hätte alles hinterfragt und der Frosch wäre bei ihm nicht gut weggekommen. Was jetzt nicht schlecht ist, weil man dann auch als Erwachsener nachdenken muss.

Mein Fazit, das ist kein Buch für kleine, eher für größere Kinder. Ich hatte selber viel Spaß an dem Buch und fand die Bilder sehr hübsch anzusehen.

“Quirli der Wetterfrosch”
52 Seiten, 38 Bilder
JuLa Verlag

“Quirli der Leuchtfrosch”
52 Seiten, 41 Bilder
JuLa Verlag

 

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Als ich noch Kinderbücher vorgelesen habe…

Liest du deinen Kindern vor? Ich habe meinen Monstern sozusagen von der ersten Stunde an vorgelesen. Ich mochte es sehr. Als sie noch kleine Windelpuper waren, habe ich ihnen auch schon mal aus meinem eigenen Buch vorgelesen. Sie haben eh nicht wirklich verstanden, was ich vorlas. Sie fanden es eher schön, mich zu hören. Als sie dann verständiger wurden, haben wir viele Kleinkindbücher gehabt. Große Bilder zum Zeigen und ein paar Sätze zum lesen. Es gab auch einen Favoriten: “Weißt du eigentlich wie lieb ich dich hab?” Das wollten die Monster immer wieder vorgelesen bekommen. Es ist auch das einzige Kleinkindbuch, das ich noch besitze.
Die Monster wollten immer mehr. Sie waren eigentlich noch zu klein für “Findus”, aber sie zogen es oft aus dem Regal bei unserem Lieblingsbuchdealer und drehten vorsichtig die Seiten um. Der kleine Kater faszinierte die Kinder immer. So habe ich mich dann doch erweichen lassen und fing an ihnen daraus vorzulesen. Es blieb nicht bei diesem einen Buch, vom Findus haben wir alle Bücher gekauft. 
Einschließlich des Weihnachtsbuches, bei dem der Kater den alten Petterson ganz schön triezt. Welches Buch die Monster allerdings immer wieder vorgelesen bekommen wollten, war “Ein Feuerwerk für den Fuchs” . Bei dem Findus und Petterson den Fuchs aus dem Hühnerstall vertreiben wollen. 
Eine andere Lieblingslektüre war “Felix” Der Stoffhase, der verloren ging und seinem kleinen Besitzer Briefe aus der ganzen Welt geschickt hat. Diese Briefe stecken in Umschlägen in dem Buch. Die Monsterchen zogen sie gerne hervor und schauten sie sich interessiert an. 
Selbst als die Monster zu Schulkindern wurden, sollte Mamamonster weiter vorlesen. Dazu habe ich mich jeden Abend, wie all die Jahre vorher schon, zu den Monster in das Monstergehege gesetzt. Egal wie unordentlich es war, für die vorlesende Monstermama wurde der Platz freigeschaufelt und sich rechts und links an die Seiten gekuschelt. Den Kleinen war richtig anzusehen, wie ich sie in die Fantasiewelten mitnehmen konnte. Momente die ich heute wirklich vermisse. 
Ich denke, weil ich den Monstern schon frühzeitig vorgelesen habe, haben sie auch schon Bücher verstanden, die nicht für ihr Alter geschrieben waren. Cornelia Funke hat einige Lieblingsbücher geschrieben. Und “Desperreaux – von einem der auszog das Fürchten zu lernen” wurde ebenso geliebt. Weil wir jeden Abend, eine Stunde vorlasen, hatten wir einen enormen Verbrauch an Büchern.
Mit “Bartimäus” und später Harry Potter, zogen dann auch gruselige Bücher ein. Die Monster konnten längst selber lesen, aber an unserem Ritual hielten wir fest. 
Jetzt könnte man glauben, dass meine Nachwuchskünstler absolute Lesemonster geworden sind. Aber das muss ich leider widerlegen. Das Monstermädchen verschlingt ein Buch nach dem anderen, der Monsterjunge liest zwar, aber eher nur, wenn er muss. Dann allerdings intensiv. Studien behaupten ja, dass die Vorlesekinder selber mehr lesen würden, hat aber bei uns nicht geklappt. Allerdings kann ich bestätigen, dass sie wesentlich lernwilliger waren als Kinder, die nicht vorgelesen bekamen. 
Zu diesem Post bin ich über Astrid, zu Kati gelangt, die eine Blogparade #vorlesentutkinderngut ins Leben gerufen hat. Ich finde es schön, wenn mehr vorgelesen wird. Und hätte ich mehr Zeit, würde ich mich als Lesepatin in den Berliner Schulen engagieren. Ich liebe es einfach vorzulesen, die Zeit zu nutzen und selber runter zu kommen, denn es entspannt und macht Spaß die leuchtenden Augen der Monster zu sehen.
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