Die Gabe (feministische Science Fiktion)

05.10.2019 | Rezension, Roman, Sience Fiktion | 5 Kommentare

Die Gabe

Magst du auch Bücher, die von übernatürlichen Gaben handeln? Ich schon. Dabei finde ich es immer toll, wenn es ziemlich wirklichkeitsnah bleibt. Eine Gabe, wie hellsehen oder heilen. In diesem Buch geht es um eine Gabe, die Menschen verletzen kann. Und es können eigentlich alle, außer die Männer. Als ich die Empfehlungen für dieses Buch gelesen habe, fand ich es eigentlich ganz interessant.

Inhalt

Bisher waren die Mädchen hilflos. Aber plötzlich haben sie die Macht, ihren Widersachern mit elektrischen Schlägen, die sie über ein bisher unbekanntes Organ erzeugen können, nieder zu strecken. Welche Macht sie damit plötzlich haben! Es sind die Männer, die zu Opfern werden und am Anfang mit dieser Situation so gar nicht klar kommen, waren sie es doch, die bislang die Welt regiert haben. Vielerorts gehen die Frauen auf die Straßen und demonstrieren ihre Macht. Manches mal eskaliert es, doch je länger die Frauen mit der Fähigkeit leben, desto besser können sie es kontrollieren und setzen die elektrischen Schläge gezielter ein. Die Welt verändert sich.

Was ich gelesen habe

So richtig hineingefunden habe ich mich nicht in dieses Buch. Die Geschichte war mir einfach zu abstrakt und zu flach erzählt. Die Protagonisten wechselten mir zu oft und mir blieb der Sinn dieses Romans einfach auf der Strecke. Schade, dabei könnte man bestimmt aus der Idee „Frauen wehrt euch“, eine gute Geschichte schreiben.

Ich habe es nicht geschafft, dieses Buch zu Ende zu lesen. Weshalb mir bestimmt ein fulminantes Ende erspart blieb. Ich hätte gerne einen guten feministischen Sciencefiction Roman gelesen, aber irgendwie war mir das hier dann doch zu viel.

Die Autorin

Naomi Alderman wuchs in London auf. Sie ist Professorin für kreatives Schreiben. Die Autorin wurde schon mit mehreren Preisen ausgezeichnet und für ihr Buch Die Gabe, erhielt sie den Women’s Prize for Fiction.

Wiedereinmal wird mir klar, dass nicht jeder das selbe aus den Büchern heraus liest. Übersetzt wurde das Buch Die Gabe von Sabine Thiele, die schon einiges übersetzt hat.

Aus dem Amerikanischen von Sabine Thiele
Originaltitel: The Power
aus dem Heyne Verlag
Taschenbuch
480 Seiten

Tatsächlich gefiel mir dieses Buch nicht. Weshalb ich es auch nicht zu meinen Septemberbüchern stellen möchte. Da passt es einfach nicht dazu!

5 Kommentare

  1. Bienenelfe Helga

    von Helga:

    Liebe Andrea,

    das gefällt mir ganz besonders gut, daß Du hier immer ehrlich die Bücher bewertest. Es ist nicht jedermanns Sache einfach zu sagen: es hat mir nicht entsprochen. Es hat mir nicht gefallen ist schon wieder etwas anderes. Nicht gefallen, kann ja anderen wiederum gefallen, nicht entsprochen kann ein Hinweis sein, Thema möchte ich gerade nicht lesen. Kann ich nachvollziehen, Realisten wie ich, mögen Fantastereien nicht so gerne. Was handfestes muß es sein, überschaubar und gut zu lesen.

    Danke und liebe Grüße von der Helga

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  2. Andrea/ die Zitronenfalterin

    Stimmt, jeder liest Bücher anders, jeder hat einen anderen Büchergeschmack. Deshalb schätze ich auch eine ehrliche Rezension, die die eigenen Meinung wiedergibt.
    Man lernt so auch die Rezensentin und ihren Buchgeschmack kennen und einzuschätzen.
    Das gefällt mir sehr.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  3. Buchbahnhof

    Hallo Andrea,
    ich kann dich gut vestehen. Aufgrund der Auszeichnung und der begeisterten Meinungen anderer Leserinnen habe ich mir das Buch gekauft und … bin gescheitert. Ich habe die Geschichte nichmal bis zur Hälfte gelesen. Ich konnte mich damit einfach nicht zurecht finden.
    LG
    Yvonne

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  4. Anette

    Viele Leser kommen nicht so gut mit dem Buch zurecht, ich kann das nachvollziehen. Das Ende ist allerdings wichtig, denn die eigentliche Aussage der Autorin ist, dass Frauen NICHT selbstverständlich das bessere Geschlecht sind, sondern dass es die Übermacht eines Geschlechtes ist, die korrumpiert. Ein Plädoyer für ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis. Ich habe es geliebt, vor allem die Twists am Anfang und am Ende, dass es sich um eine lange zurückliegende Zeit handelt 🙂

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    • Andrea Karminrot

      Leider kam für mich diese Aussage nicht rüber. Aber wie gesagt, nicht jedem muss alles gefallen.

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