Der Himmel gehört uns {Rezension}

15.12.2018 | Rezension, Roman | 3 Kommentare

Ohne Taschentücher…

…geht hier gar nichts! Mit diesem Buch, habe ich ein ziemlich emotionales Buch erwischt. Ein Buch, für das ich tatsächlich einige Taschentücher brauchte. Gerade, wenn es um kranke Kinder geht fließen bei mir Tränen. Denn genau darum geht es in diesem Roman. Also, wenn du mal wieder so richtig weinen möchtest, dann nimm dieses Buch in die Hand. Aber Vorsicht, du legst es erst wieder weg, wenn du es ausgelesen hast.

Das Buch

Rob und Anna passen zusammen wie Puzzleteile. Das einzige Glück, das ihnen noch fehlt, ist ein Kind. Nach mehreren Fehlversuchen, werden die Beiden mit einem kleinen Jungen belohnt. Jack ist das perfekte I-Tüpfelchen. Der kleine Mann liebt den Himmel, die Weite und hohe Wolkenkratzer, weil er von dort alles überblicken kann.

Doch lange soll das Glück nicht bestehen. Bei Jack wird ein Tumor diagnostiziert. Und Rob versucht alles, damit sein kleiner Junge überlebt. Dabei setzt er alles in Bewegung. Allerdings leidet darunter auch seine Beziehung zu Anna, Rob’s großer Liebe.

Was ich gelesen habe

Rob erzählt die Geschichte aus seiner Sicht. Der Anfang dieses Roman kam mir erst etwas zögerlich, etwas verwirrt vor. Denn Rob sitzt in einer Bar und lässt sich volllaufen. Aber dann löst sich der Knoten und Rob erzählt wie er Anna kennengelernt hat und wie sie eine Familie gründeten. Welche Hürden sie genommen haben, um zu ihrem Glück zu gelangen. Und dann der Tiefschlag, der ihren kleinen Jungen aus dem Leben zu reißen droht. Rob versucht alles, um seinen Fünfjährigen zu retten. Und Anna? Aus der Sicht von Rob scheint sie sich zurück zu ziehen. Doch ist sie, in der Geschichte, die Starke.

Der Spannungsbogen ist gekonnt aufgebaut. Ein solch emotionales Buch, habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Der Autor beschreibt das Unabwendbare so gekonnt, dass man fast den Verdacht bekommen kann, er hat es selber durchlebt. Obwohl dieser Roman ein Debüt ist, bin ich davon überzeugt, dass dieser Autor noch einige gute Romane schreiben wird. Es ist das Erstlingswerk von Luke Allnutt und ich freue mich schon darauf, mehr von diesem Schriftsteller zu lesen. (Ein zweiter Roman ist schon in Arbeit!) Dieser Roman hier, braucht aber auf jeden Fall eine große Portion Taschentücher.

Der Autor

Lebt mit seiner Familie in Prag, ist in England aufgewachsen und hat dort als Journalist gearbeitet.

Aus dem Englischen übersetzt, wurde der Roman von Veronika Dünninger.
Verlag: Blanvalet
Originaltitel: We own the Sky
Originalverlag: Trapeze, London 2018
448 Seiten
ISBN: 978-3-7645-0628-5

3 Kommentare

  1. Heidrun

    Klingt wie das Lebens so spielt… danke für die Rezension! Ein bewegendes Thema. Wobei ich persönlich ehrlich gesagt zur Zeit lieber etwas fröhlicheres zum Lesen zur Hand nehmen möchte.
    Sternfunkelnde Grüßle von Heidrun

    Antworten
  2. Buchbahnhof

    Hallo Andrea,
    ich lese das Buch gerade. Ich bin noch nicht sehr weit, aber sehr gespannt, ob es mich auch so stark berühren kann. Man liest ja in der zweiten Rezension, dass man die Taschentücher bereit halten muss.
    LG
    Yvonne

    Antworten

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