Die Straße ist das neue Buch von Robert Seethaler. In seinem Roman porträtiert er eine Straße irgendwo in einer Großstadt (Berlin? Wien?). Nicht mittendrin aber auch nicht außen dran. Irgendwo versteckt und doch tauchen auch mal Fremde in dieser Straße auf. Einzelne Fragmente, Geschichten und Leben die sich der Leser erst langsam erarbeiten muss. Von Menschen die in dieser Straße leben, arbeiten, flanieren, lieben, sterben oder was man sonst so in einer solchen Straße so macht. Und kaum hat man den Verdacht, man hat den Fadenanfang gefunden, löst er sich auch schon wieder auf.

Die Straße
Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte und einige Rezensionen, hatte ich das Bedürfnis dieses Buch zu lesen. Aber was mich erwartete, hat mich einfach nicht abgeholt. Ich fand es anstrengend den einzelnen Figuren, die man nicht einmal richtig kennenlernt, zu folgen. Deren Ambitionen, aus dem Moment gerissenen Situationen zu verstehen. Eben liest man noch von dem Mann, der sich ein Bücherantiquariat einrichtet dann wieder von einer unglücklichen Blumenfrau. Es sollen wohl 300 verschiedene Charaktere in diesem Sammelsurium vorkommen. Irgendwo habe ich gelesen: ein Wimmelbild für Erwachsene. Mag sein, dass mich ein Bild mehr abgeholt hätte als dieses Buch.
Es kommt nicht oft vor, dass ich ein Buch abbreche, aber hier schwirrte mir einfach mal der Kopf. Ich habe mich nicht mehr zurechtgefunden. Dabei hat Seethaler eine recht amüsante Art zu schreiben. Ich mag seinen Schreibstil aber in diesem Buch hatte ich das Gefühl ihm fiel eine Figur ein, dann wurde ein Text dazu geschrieben, manchmal eine kurze Rückkehr und schwupps war wieder ein neuer Charakter geboren, eine neue Idee aufzuschreiben. Ein Puzzle das ich nicht zusammensetzen konnte.
Von uns bekommt dieses Buch nur 🐭🐭 für die Idee und für die perfekten Sätze.

Die Straße
Ein Roman von Robert Seethaler
Claassen Verlag (Ullstein Herausgeber)
240 Seiten
ISBN 9783546100335
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