Olympia in Berlin! Damals, 1936. Berlin hat sich für dieses besondere Event herausgeputzt. Überall hingen die Fahnen mit den olympischen Ringen und natürlich auch die Roten, mit dem Hakenkreuz. Alle bösen Schilder und Schautafeln wurden entfernt und der Stürmer musste auch einige Zeit seinen bösen Mund halten. Alles sollte auf eine klare und weltoffene Nation hindeuten. Und doch geschehen auch dann noch böse Dinge, die Gereon Rath zu ermitteln weis.

Olympia, der achte Rath-Roman
Ich liebe die Bücher von Volker Kutscher. Einige habe ich mir als Hörbuch vorlesen lassen und einige habe ich auch selber gelesen. Ich mag den smarten Kommissar Gereon und seine Geschichte. Olympia ist inzwischen schon der achte Roman, in dem Gereon und Charly oder besser Charlotte, in dem alten Berlin leben und immer wieder mit zwielichtigen Gesellen zusammentreffen. Ich finde, dass der Autor, Volker Kutscher, ein perfektes Berlin entstehen hat lassen. Dazu die interessanten Figuren. Immer wieder liest man den Berliner Dialekt, den ich in unserer Stadt so vermisse. Und auch die Straßen, Plätze, Orte und Häuser sind mir plausibel angeordnet. Ich kann auch nicht sagen, ob mir der Krimi hinter dem Roman besser gefällt, die Lebensgeschichte von Gereon, Charly und Fritze dem angenommenen Sohn oder der Blick in die Vergangenheit. Keine Ahnung, aber die Bücher haben einen Sog auf mich. Aber worum geht es dieses Mal, in dem achten Rath-Roman Olympia?

Berlin in Aufruhr
Gereon Rath ist mit den Machenschaften der neuen Regierung nicht besonders glücklich. Seinen Polizeidienst macht er inzwischen mit einer Unentspanntheit, die ihn selber ärgert. In Berlin werden demnächst die olympischen Spiele 1936 eröffnet. Menschen aus aller Welt strömen in die Stadt und weil nicht alle ein Hotelzimmer finden, laden die Berliner und Berlinerinnen sich fremde Gäste ein. Auch Gereon hat zugesagt, einen Gast aufzunehmen. Seitdem Fritze, ihr Pflegesohn nicht mehr bei ihnen wohnt, sondern bei seinen neuen nationalistischen Eltern Rademann, haben die Raths ein Zimmer frei. Statt einem Gast, trifft dann eine dreiköpfige Familie aus Amerika ein, die Gereon alleine versorgen muss. Charly will mit dem allem nichts zu tun haben und hat sich zu ihrer Freundin Gerda verzogen.

Die ganze Stadt sieht wie aus dem Ei gepellt aus. Die Menschen begegnen den Besuchern unglaublich weltoffen. Aber nicht alles ist Gold, was glänzt. Fritze ist als Hitlerjunge in den Ehrendienst in das Olympische Dorf bestellt worden. Er darf dort den Sportlern zur Hand gehen, sie betreuen, ihnen die Wünsche von den Augen ablesen. Als er im Speisesaal etwas besorgen will, bricht einer der Gäste über seinem Essen zusammen und ist tot! Hatte der Mann nur einen Herzinfarkt, wie die Polizei behauptet? Gereon wird in das olympische Dorf versetzt, sehr zu seinem Ärger und soll den Fall „vertuschen“. In dem weltoffenen Berlin darf kein Mord geschehen. Wie würde die Stadt wohl dastehen! Aber es war ein Mord und es bleibt nicht bei einem!
Wie gesagt, ich liebe die Geschichten aus dem alten Berlin. Ich liebe es, wie Volker Kutscher mich immer wieder begeistert, wenn ich seine Romane über den rheinischen Kommissar und seine kleine Familie lese. Von mir bekommt der Krimi/Roman 🐭🐭🐭🐭 Wer mehr über Gereon Rath und sein Berlin lesen möchte, kann hier auf dieser Webseite lesen
Olympia, der achte Rath-Roman
geschrieben von Volker Kutscher
544 Seiten
aus dem Piper Verlag
EAN 978-3-492-31857-0
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